Riesenrad
Vorgänger des Riesenrads ist die Russische Schaukel mit vertikalen Kreisbewegungen, die im 18. Jahrhundert vor allem in Russland und im Vorderen Orient (frühester Beleg 1620, Türkei) weit verbreitet war. Transportable russische Schaukeln, auch „Russenräder“ genannt oder „pleasure wheels“ (am.), gab es ab 1880/90 mit einer Maximalhöhe von zwölf Metern und sechs bis zwölf Gondeln.
Das erste Riesenrad, wie wir es kennen, wurde anlässlich der Weltausstellung 1893 in Chicago errichtet; das „ferris wheel“ war eine stationäre Stahlkonstruktion von 300 Metern Höhe. Von den feststehenden Nachbauten in London (1894), Wien (1897) und Paris (1898) blieb nur das Riesenrad im Wiener Prater übrig. Erst ab 1960 wurden die heutigen Riesenräder aus Stahl entwickelt. In Deutschland werden die Riesenräder von einer kleinen Gruppe von Schaustellerfamilien betrieben und die Konkurrenz trieb diese Riesenräder in die Höhe. Das Münchner Riesenrad der Familie Willenborg, 1979 von der Firma Schwarzkopf erbaut, gehört mit 50 Metern zu den schönsten.
Standort: Matthias-Pschorr-Straße Platz Nr. 46
Quelle: muenchen.de


