Schichtl
1871 rekommandierte Papa (Johann) Schichtl, Besitzer des „Original-Zauber-Spezialitäten-Theaters“, seine „Extra-Galavorstellung mit noch nie dagewesenen Sensationen“ mit den Worten „Auf geht’s beim Schichtl“. Dieser Ausruf ist längst eine feste Redewendung im bayerischen Wortschatz. Im legendären Wiesn-Variété, das Zauberei, Puppenspiel, Kuriositäten und vieles mehr dem staunenden Publikum bot, wird auch heute noch die „Enthauptung einer lebendigen Person mittels Guillotine“ zelebriert. Ein weiterer Höhepunkt des bunten Programms war der traditionelle Schmetterlingstanz der Elvira.
Seit 1985 ist Manfred Schauer der "Schichtl" und zelebriert mit Lederhose und Zylinder den Rekommandeur. In jedem Jahr denkt er sich mit seiner eingespielten Truppe ein neues Programm für seinen Illusionspalast aus. Die traditionellen Nummern Hinrichtung und Schmetterlingstanz bleiben aber obligatorische Bestandteile. Inzwischen gibt es beim Schichtl auch noch ein Gericht vor der Hinrichtung - und zwar im angeschlossenen "Wirtshaus im Schichtl".
Standort: Schaustellerstraße Platz Nr. 50
Quelle: muenchen.de


