Wiesn Sicherheitskonzept 2016

Sicherheits-Neuerungen für das Oktoberfest 2016

Das Sicherheitskonzept für das Oktoberfest wird jedes Jahr vorgeschrieben. Vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse musste das Konzept für das Oktoberfest 2016 neu bewertet werden. Dabei haben die Sicherheitsexperten einige wichtige Änderungen erarbeitet.

Josef Schmid zum angepassten Sicherheitskonzept

„Ich bin froh darüber, dass es uns im Konsens aller Beteiligten gelungen ist, ein schlüssiges Sicherheitskonzept für die Wiesn zu erarbeiten. Mit dem angepassten Konzept ziehen wir die Lehre aus den jüngsten Ereignissen, ohne den Charakter der Wiesn grundsätzlich zu verändern. Das notwendige Taschen- und Rucksackverbot kann nur durchgesetzt werden, wenn es keinen unkontrollierten Zugang auf der Wiesn gibt. Allein deshalb ist es nötig, die offene Flanke an der Hangkante entlang der Theresienhöhe zu schließen. Dies geschieht mit einem Sichheitszaun, der in weniger als einer Minute eingerollt werden kann. Schnelle Fluchtmöglichkeiten sind also weiterhin gewährleistet." Josef Schmid – Bürgermeister und Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft

Die Sicherheits-Neuerungen für das Oktoberfest 2016 im Überblick

  • Verbot für Rucksäcke und schwere Taschen
  • Kontrollen erfolgen an allen Eingängen
  • Auch Personenkontrollen und Gepäckkontrollen bei kleineren Taschen möglich
  • Sicherheitszaun an der offenen Flanke der Hangkante entlang der Theresienhöhe, um eine Umgehung der Kontrollen zu verhindern
  • Eingang am U-Bahnhof Theresienwiese wird so geändert, dass von dort keine Gäste unkontrolliert auf das Gelände gelangen

 

 

Sicherheitskonzept 2016 im Detail

Kein Gepäck über 3 Liter Fassungsvermögen

Um das Verbot von Rucksäcken und großen Taschen zu kontrollieren, darf jegliches Gepäck mit einem Fassungsvermögen von mehr als 3 Litern nicht auf die Festwiese mitgenommen werden.

Ausnahmen wird es bei berechtigtem Interesse geben, wie zum Beispiel bei Behinderungen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Sportschützen sowie Teilnehmern des Festzuges.

Allgemein erlaubt bleiben kleine Handtaschen. Rund um das Festgelände werden Gepäck-Aufbewahrungsstellen eingerichtet.

Das Rucksack- und Taschenverbot wird an den Zugängen zur Festwiese vom Ordnungsdienst kontrolliert. Die Zahl der Ordner wird dafür deutlich aufgestockt. Zu Spitzenzeiten werden bis zu 450 Ordner gleichzeitig im Einsatz sein. Die Stadt erhöht damit ihren finanziellen und personellen Beitrag zur Sicherheitspartnerschaft auf dem Oktoberfest deutlich.

Flexibler Schutzzaun

Um zu verhindern, dass unkontrolliertes Gepäck auf das Festgelände kommt, wir die letzte offene Stelle an der Hangkante entlang der Theresienhöhe mit einem flexiblen Zaun geschlossen. Der spezielle Zaun kann in weniger als einer Minute geöffnet werden.

Die Situation auf dem Platz vor dem U-Bahn-Eingang Theresienwiese auf dem Festgelände wird neu geordnet. Der Besucherstrom wird von diesem Ausgang durch Ordner, Wegweiser und einen Zaun auf den Bavariaring umgeleitet. Von dort aus gelangen die Wiesn-Gäste zu den bekannten Eingängen.

Was noch verboten ist

Verboten bleibt wie bisher das Mitbringen von Kinderwagen an Samstagen und am „Tag der Deutschen Einheit" ganztägig sowie an den übrigen Tagen ab 18:00 Uhr.

Außerdem bleibt verboten: das Mitbringen von Glasflaschen, Gassprühdosen mit schädlichem Inhalt, ätzenden und färbenden Substanzen und von Gegenständen, die als Hieb-, Stoß- oder Stichwaffen verwendet werden können.

Das Rucksackverbot wird in die Oktoberfestordnung mit aufgenommen.

 

Quelle: Landeshauptstadt München, Referat für Arbeit und Wirtschaft / 17. August 2016

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